5. Literaturwettbewerb XICöATL "Ziehender Stern"

 

TEILNAHMEBEDINGUNGEN:

- Unveröffentlichte Arbeiten in Prosa, maximale Länge 5 Seiten, Format Din A4, Schrifttyp: Times New Roman 14, einfacher Zeilenabstand, Seitenränder: 2 cm x 2 cm x 2 cm x 2 cm.
- Thema: „(Latein)Amerika / Europa / Jahr 2100“
- Sprache: Spanisch
- Genre: Erzählung und/oder Essay
- Einsendeschluss: 30. November 2010

Teilnahme: Eine Nachricht per e-Mail mit 2 Attachments im Word-Format: das erste mit "Pseudonym + Erzählung (oder Essay)" und das andere mit "Pseudonym + Daten" (Name, Postanschrift, e-Mail Adresse, Telefon und/oder Fax, kurzer Lebenslauf) an: euroyage@yahoo.de

PREISE:

- Es werden drei Preise zu je € 500.- vergeben und Veröffentlichung in folgende Medien:

1.Lat. Kulturmagazin XICöATL, “Ziehender Stern”  www.euroyage.org
2. Revista Digital “En Sentido Figurado” http://www.ensentidofigurado.com/
3. Revista Cultural “Carátula” http://www.caratula.net/
4. “Revista Cinosargo” http://www.cinosargo.cl.kz/
5. “Cañasanta, Revista sobre Arte y Literatura Latinoamericana” http://www.canasanta.com
6. Revista “Aurora Boreal” www.auroraboreal.net
7. Revista Digital “Antorcha Cultural” www.antorchacultural.com
8. Revista Digital “miNatura” http://www.servercronos.net/bloglgc/index.php/minatura/
9.“Revista Literaria Azul@rte” http://www.revistaliterariaazularte.blogspot.com/
10. “NTC … Nos Topamos con …” http://www.ntcblog.blogspot.com/
11. “Inventiva Social” http://www.inventivasocial.blogspot.com/

- Ehrenurkunde und (2-sprachige in XICöATL) Veröffentlichung der besten Arbeiten.

Die Ergebnisse werden im Heft Nr. 96 von XICöATL, sowohl gedruckt als auch digital auf unserer Homepage www.euroyage.com, bekanntgegeben (Jahrgang 20, July/September/2011). Auch in die oben genannte Medien.

Die Jury setzt sich wie folgt zusammen:

1.    Eduardo Francisco Coiro, für “Inventiva Social”,
2.    Gabriel Ruiz Arbeláez, für “NTC … Nos Topamos con …”,
3.    Ricardo Acevedo Esplugas, für “miNatura”,
4.    Dr. Angel Lucio Gargiulo Filippini, für “Antorcha Cultural”,
5.    Judy García Allende, für “En Sentido Figurado”,
6.    Daniel Rojas Pachas, für “Cinosargo”,
7.    Ángel Fernández,für “Cañasanta” und
8.    Dr. Luis Alfredo Duarte-Herrera, für “Ziehender Stern”.

Weitere Infos:
euroyage@yahoo.de

A-5020 SALZBURG

5. Literaturwettbewerb XICöATL „Ziehender Stern“

Einleitung

Nach dem vergangenen Literaturwettbewerb, der dem 250. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart gewidmet war, haben wir, die Verantwortlichen von YAGE, uns auf die Suche nach einem neuen Thema gemacht. Da wir gerade die erste Dekade eines neuen Jahrhunderts hinter uns gelassen haben, waren wir der Ansicht, dass Imaginationen unseres Planeten  im Jahr 2100 - „(Latein)Amerika/Europa/2100“ - ein geeignetes Thema darstellen.

Eine große Anzahl von „wissenschaftlichen“ und literarischen Werken hat sich im Lauf der Geschichte mit der Zukunft der Menschheit befasst. Angefangen von den so genannten großen Propheten des Alten Testaments (Jesaja, Jeremias, Ezekiel und Daniel) über die sibyllinischen Bücher des Alten Roms, die Werke von Platon (Die Republik), Thomas More (Utopia), Michel de Nôtre-Dame (Prophezeihungen), Tommaso Campanella (Der Sonnenstaat), Jonathan Swift (Gullivers Reisen), Jean-Jacques Rousseau (Der Gesellschaftsvertrag), Robert Owen (Eine neue Auffassung von der Gesellschaft), Étienne Cabet (Reise nach Ikarien), Karl Marx und Friedrich Engels mit dem „dialektischen Materialismus“, Aldous Huxley (Schöne neue Welt) bis hin zu ganz neuen Arbeiten wie jenen von George Friedman (1) . Und dabei wurde hier das riesige literarische Genre der Science Fiction noch gar nicht erwähnt, das bereits im 17. Jh. mit Johannes Keplers „Somnium“ begründet wurde und so brillante und fantastische Werke hervorgebracht hat wie jene von Edgar Rice Burroughs, Howard Phillips Lovecraft, Fritz Leiber, Robert Bloch, Robert E. Howard, Isaac Asimov, Ray Bradbury, Anthony Burgess, Arthur C. Clarke, Robert A. Heinlein sowie auf Spanisch Adolfo Bioy Casares und Jorge Luis Borges (2).

Anlässlich dieser Ausgabe des Literaturwettbewerbs XICóATL können wir auf die wertvolle Zusammenarbeit mit einigen ausgezeichneten Plattformen zur Literaturvermittlung bauen, die uns dabei helfen werden, die Teilnahmebedingungen in Umlauf zu bringen. Später werden sie außerdem die Siegertexte in ihren jeweiligen Medien publizieren. Fast alle finden sich auch in der Jury wieder, von der die Preisträger ausgewählt werden.
Es handelt sich bei unseren „Verbündeten“ um die internationalen Literaturzeitschriften „En Sentido Figurado“ (in 7 Ländern zusammengestellt), „Cañasanta“ (Toronto, Kanada), „Carátula“ (Nicaragua), „Cinosagro“ (Chile), „Aurora Boreal" (Dänemark), „miNatura“ (Kuba), „Antorcha Cultural“ (Mendoza, Argentinien) und „Azul@arte“ (Québec, Kanada); darüber hinaus die literarischen Blogs „NTC … Nos Topamos Con ...“ (Kolumbien) sowie „Inventiva Social“ (Buenos Aires, Argentinien).

Das 20. Jh. wurde nachhaltig geprägt vom blutigen Siegel einer Vielzahl totalitärer Regimes, die von den unterschiedlichsten politischen Ideologien geleitet wurden. Eine solche negative Erfahrung zog ihrerseits den Anfang vom Ende für alle Ideologien nach sich. In den Bereichen der Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft gelangen der Menschheit Entwicklungen, die sich keine Zivilisation zuvor je erträumt hatte; dennoch hinterlässt ein derartiger materieller Höhenflug gleichzeitig eine gewaltige Liste an Problemen und Herausforderungen für die kommenden Jahrhunderte. War während des vergangenen Jahrhunderts der Krieg ständiger Begleiter der so genannten Zivilisation, so ist es in diesem 21. Jahrhundert die große Zerstörung und der weit reichende Abbau der Umwelt. Ich glaube, dass die Menschheit in diesem Jahrhundert dringend eine Revolution braucht, diesmal von spirituellem Charakter. Das wird eine in ihrem Kern individuelle Transformation sein, deren Ziel die Abschaffung aller Konditionierungen ist - seien sie nun  religiös, politisch oder kulturell bedingt – die heute ihre Sklaverei noch fortführen. Der  von der Wirtschaft geprägte  und entfremdete Mensch von heute hat keine Zukunft. Der Mensch ohne Bewusstsein seiner selbst, seiner Rolle in der Welt, seiner Rechte und Verantwortungen wird niemals Probleme wie Hunger, Elend, Krieg, Abhängigkeit, Überbevölkerung, Umweltverschmutzung, den Umgang mit anderen Lebewesen und viele andere lösen können, die das Leben unglücklich machen. Aber das Ziel dieser Einleitung sind nicht meine Fantasien und/oder Spekulationen über das, was auf unserem Planeten in der Zukunft geschehen wird, das wird die Aufgabe jener sein, die an diesem Wettbewerb teilnehmen möchten. Was ich aber jedenfalls ganz klar ausdrücken möchte, ist meine tiefe Dankbarkeit all jenen Einrichtungen und Personen gegenüber, die diese Veranstaltung möglich machen sowie allen, die es sich zur Aufgabe machen sich vorzustellen, was geschehen wird oder wie unser Planet – und vor allem die Kontinente, die uns am meisten betreffen, nämlich (Latein)Amerika und Europa – im Jahr 2100 aussehen werden.

Luis Alfredo Duarte-Herrera
Übersetzung: Judith Moser-Kroiss.

(1)  „The Next 100 Years“, Friedman George, 2009, Doubleday, Random House Inc.; deutsche Übersetzung: „Die nächsten 100 Jahre“, 2009, Campus Verlag GmbH, Frankfurt am Main, 298 S. Es gibt auch eine spanische Version: „Los próximos 100 años, Editorial Destino, 2010, 336 Seiten. Friedman entwirft prinzipiell eine geopolitische Vision dessen, was in den nächsten 100 Jahren auf unserem globalisierten Planeten geschehen wird und sagt unter anderem den Zusammenbruch Chinas im Jahr 2020, einen neuen Weltkrieg im Jahr 2050, die Absicherung der Energieversorgung des Planeten durch Sonnenenergie für 2080 und  die Herausforderung der USA durch Mexiko um 2100 voraus.
(2)  Ein interessanter Artikel von Elvio E. Gandolfo mit dem Titel „La Literatura Fantástica y de Ciencia Ficción en América Latina“ wurde in der Zeitschrift Revista Cinosargo veröffentlicht. Zu finden unter http://www.cinosargo.bligoo.com/content/view/564315/Literatura-fantastica-y-de-ciencia-ficcion-en-America-Latina.html